Ferah tôm sél!
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Das Copyright aller Bilder und Texte liegt bei der Gruppe "Ferah tôm sél"
Spinnen
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Spinnen
Das Spinnen ist wohl mit die älteste Handarbeitstechnik. Ohne Spindel keinen Faden und ohne Faden gibt es auch keinen kein Gewebe, kein Gewirk usw. Eine Spindel war bei jeder Frau zu finden und in jeder freien Minute wurde gesponnen. Da ist es nicht verwunderlich, das die Spindel bzw der Wirtel auch aus kostbareren Materialien wie Glas und "Edelsteinen" (z.B. Bergkristall [gesehen in der Ausstellung "Eine Welt in Bewegung" in Paderborn])  gefertigte wurde. Auch wird vermutet, dass die Wirtel einen gewissen kultischen Wert erreichten. So wurden Wirtel an Lederbändern gefunden, welche an den Gürtel gehängt werden konnten. Man vermutet das diese als Schutztalisman dienen sollten. Es ist aber auch möglich, dass einfach verschieden gewichtige Wirtel mitgeführt wurden.
Das Gewicht des Wirtels bzw. der Spindel entscheidet über die mögliche Stärke des zu spinnenden Fadens. Aber natürlich hat jede Spindel einen gewissen Spielraum. Leichte Spindeln für dünnere Fäden und schwere für dickere. 
Auch wir in der Gruppe haben die unterschiedlichsten Spindeltypen, hier ein keiner Überblick, mit einem Klick auf die Bilder gelangt man zu weiterführenden Blogeinträgen der Besitzer:


Wanderspindel
Spranges Spindel

Tellerspindel
Fresas Spindel


Spindel mit Tonwirtel
Spinnes Spindel

Spindel mit Glaswirtel
glaswirtelspindel

Um nun einen Faden zu erstellen muss auf der Spindel ein bereits gesponnener Faden vorhanden sein, an den man anknüpfen kann. Nun wird durch drehen der Spindel der Drall dieses Fadens auf etwas herausgezupfte Wolle übertragen. Die Wollfäden verzwirbeln sich zu einem Faden und die nächsten können herausgezupft werden. Am besten kann man dies erlernen, wenn man einen Moment stehen bleibt und zuschaut. Bei uns drüfen auf Märkten Besucher gern auch selbst die Spindel in die Hand nehmen, keine scheu beim Ansprechen vorschützen.  
Das so hergestellte Garn ist jedoch noch nicht sehr stabiel, deshalb wird es nach einigen Tagen bis Wochen mit 1-6 anderen Fäden der gleichen Stärke verzwirnt, hierzu gibt ein einen sehr interessanten Fund: 

zwirn
(ein Klick auf das Bild zeigt unseren ersten Versuch die Technik zu übertragen, es lohnt sich)

Das verzwirnen ist notwendig, da sich der Drill des Fadens sehr schnell wieder lösen kann wenn nicht verzwirnt wird. Der Zwirn kann auch wieder unterschiedliche stärken haben, je wie man das garn haben möchte. Für Nadelgebundene Sachen und generell dorf wo verfilzen erwünscht ist, nimmt man dickere Fäden und verzwirnt sie nur leicht. Wenn es jedoch zum Nähen, Besticken oder auch zum Sprang gedacht ist, sind dünne stark verzwirnte Fäden ideal. Man kann auch duch einen sehr sehr starken Drill beim verzwirnen eine gewisse Elastizität erlangen.
Nun hat man einen fertigen Faden mit dem man weiter arbeiten kann.



(Mit unterschiedlichen großen und schweren Spindeln kann man sehr unterschiedliche Dicken spinnen, wobei sich schwere Spindeln für dicke Fäden und sehr leichte Spindlen für dünnere Fäden besser eignen.)

Firiwit - Neues  
  Gruppentreffen hoffentlich bald wieder jeden ersten Sonntag im Monat.  
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